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Mit dem Zukünftler-Wohnzimmer auf Tour

27.05.2010

Interview mit Michael Lovecchio, T-City-Botschafter und zuständig für die Technikinstallationen in den Zukünftler-Wohnzimmern.

Frage: Herr Lovecchio, seit Oktober letzten Jahres sind Sie mit dem Zukünftler-Wohnzimmer auf Tour. Können Sie kurz beschreiben, was das genau ist?

 

Michael Lovecchio: Das ist eine Art Messestand, der aussieht wie ein Wohnzimmer. Hier zeigen wir den Leuten anhand von Praxisbeispielen, wie moderne IT- und Kommunikationslösungen den Alltag zu Hause verändern können. Mit dabei sind immer einige unserer Zukünftler, die vor Ort von ihren persönlichen Erfahrungen berichten.


Interview mit Michael Lovecchio, Techniksupport der Zukünftler-Wohnzimmer.

Interview mit Michael Lovecchio, Techniksupport der Zukünftler-Wohnzimmer.


Frage: Welche Lösungen präsentieren Sie im Zukünftler-Wohnzimmer?

 

Michael Lovecchio: Ein Schwerpunkt ist HomeNetwork 2.0. Das ist ein System, mit dem sich vom Fernseher bis zur Kaffeemaschine alle Elektronikgeräte von jedem Ort aus über ein Homegateway steuern lassen. Wir präsentieren aber auch andere T-City-Projekte, wie das Blutzuckermess-System GlucoTel, oder zeigen, wie man mit Smart Metering den Strom aus der Ferne ablesen kann. Ein anderes Schwerpunktthema ist das Internet-Fernsehen Entertain. Viele Leute nutzen es schon länger, wissen aber nicht, welche Möglichkeiten das System außer dem zeitversetzten Fernsehen sonst noch bietet. Wir zeigen den Besuchern beispielsweise, wie man Entertain mit dem Smart Phone, dem heimischen Rechner oder der Hifi-Anlage vernetzen kann.

 

Frage: Mit wie vielen Personen sind Sie in der Regel unterwegs?

 

Michael Lovecchio: Meistens kümmern sich drei bis fünf Leute um den Auf- und Abbau des Wohnzimmers. Dazu kommen Zukünftler, T-City-Botschafter und Telekom-Spezialisten aus den verschiedenen Fachbereichen. Wie viele Leute mitkommen, hängt immer von der Veranstaltung ab. So haben wir unser Wohnzimmer Anfang Mai auf der Telekom-Hauptversammlung in Köln präsentiert. Da waren wir insgesamt 16 Leute auf dem Stand. Bei kleineren Veranstaltungen sind wir entsprechend weniger.

 

Frage: Nach welchen Kriterien wird entschieden, welche Zukünftler mitreisen?

 

Michael Lovecchio: Wir sprechen die Zukünftler an, diese entscheiden dann selbst, ob sie mitkommen möchten und ob sie es sich zutrauen, auf dem Stand über ihre Erfahrungen zu berichten. Oft ist das Ganze ja auch mit ein- oder zweitägigen Reisen verbunden, so dass es natürlich auch immer davon abhängt, wer gerade Zeit hat. Insgesamt war aber jeder zweite Zukünftler schon einmal bei einer Roadshow dabei.

 

Frage: Wo haben Sie das Wohnzimmer bisher gezeigt?

 

Michael Lovecchio: 2009 waren wir unter anderem auf dem Innovation-Day und dem T-Mobile Company Class Event in Berlin. In diesen Jahr waren wir schon beim Telekom Management Team Meeting in München, auf der CeBIT in Hannover, auf der IBO in Friedrichshafen, auf dem T-Mobile Campus, in der Telekom-Konzernzentrale in Bonn und zuletzt wie gesagt auf der Telekom-Hauptversammlung in der Lanxess-Arena. Zum Teil haben wir also reines Fachpublikum in unserem Wohnzimmer. Auf Messen oder bei der HV kommen dagegen eher Privatleute zu uns. Entsprechend verlaufen auch die Gespräche ganz unterschiedlich. Das macht den besonderen Reiz dieser Roadshows aus.

 

Frage: Wie aufwändig ist die Vorbereitung?

 

Michael Lovecchio: Da steckt schon eine Menge Arbeit drin. Zunächst einmal müssen wir planen, wer überhaupt mitkommt, wer wie anreist und wo die Leute gegebenenfalls übernachten. Dann gilt es, das Equipment zusammenzustellen und den Transport zu organisieren. Dazu gehört zum einen die komplette Technik – sicherheitshalber immer in doppelter Ausführung – und zum anderen die Möblierung für das Wohnzimmer, also Sofa, TV-Schrank, Schreibtisch, usw. Wir sind also in der Regel mit einem voll beladenen 7,5-Tonner und einem Sprinter unterwegs, und manchmal nehmen wir auch noch den T-City-Bus mit den Werbematerialien mit.

 

Frage: Welche Themen oder Exponate finden die Besucher besonders interessant?

 

Michael Lovecchio: Unser Zuschauer-Magnet ist der 55 Zoll große und nur drei Zentimeter dicke Samsung LED-Fernseher. Das Gerät ist oft unser Gesprächseinstieg, und darüber können wir die Leute dann auch für andere Themen begeistern. Auf großes Interesse stoßen wir aber auch mit Home Network 2.0. So zeigen wir unter anderem ein Szenario, bei dem sich der Staubsauger automatisch abschaltet, wenn das Telefon klingelt. Mit solchen Alltagssituationen treffen wir den Nerv vieler Besucher.

 

Frage: Wie kommen die Zukünftler als „Berater“ beim Publikum an?

 

Maichael Lovecchio. Die Zukünftler arbeiten ja in zivil und gehen ganz anders auf die Besucher zu als beispielsweise ein Mitarbeiter der Telekom. Sie haben keinen Verkaufsdruck, sondern erzählen ganz ungezwungen von ihren persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Technik. Diese „einfache“ und lockere Art kommt bei den Leuten sehr gut an.

 

Frage: Was war bisher Ihr persönliches Highlight?

 

Michael Lovecchio: Auf der CeBIT gab es ein Pressegespräch mit Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom. Im Vorfeld der Veranstaltung kam der zuständige Pressereferent auf die Idee, im Zukünftler-Wohnzimmer die gerade beschriebene Staubsaug-Szene nachzustellen. Zur Überraschung der Teilnehmer nahm er sich also während der Pressekonferenz plötzlich den Staubsauger. Van Damme griff daraufhin zu seinem Mobiltelefon, rief den Pressereferenten an, und der Staubsauger stellte sich automatisch ab. Ich fand es toll, dass ein Telekom-Vorstand vor den Augen der Presse einen solchen Spaß mitgemacht hat.

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